Was ist gutes Brot? Gedanken zum traditionellen Handwerk

01.02.2022

Gutes Brot erlebt in den letzen Jahren wieder eine echte Renaissance. Was über Generationen hinweg selbstverständlich tagtäglich in den örtlichen Backstuben erworben werden konnte, ist zur Ausnahme geworden. Der Handwerksbäcker ist vieler Orts eine aussterbende Spezies. An seine Stelle sind Supermärkte und Discounter getreten. Sie versprechen gutes Brot für schmales Geld, das Kilo Sauerteigbrot gibt es für etwas mehr als einen Euro, Brötchen sind sogar für 13 Cent (wenn es sein muss sogar an Tankstellen rund um die Uhr) zu haben. Mich hat es positiv überrascht, wie viele interessierte Menschen sich mit dem Thema Brot beschäftigen und damit auch meine Leidenschaft teilen. Deshalb ist meine Website nicht nur mehr eine Plattform für Kurse und Rezepte, nein sie soll auch ein Statement gegen die in die industrielle Herstellung eines unserer ältesten Lebensmittel sein. Seit mehr als 3 Jahren widme ich nunmehr einen Großteil meiner freien Zeit dem Brot. Von anfänglichen Backversuchen im heimischen Backofen hat sich mein Wirken über meine zahlreichen Backkurse in Wadern und Theley bis hin zum Backen mit meinem befreundeten Bäckermeister Bodo immer weiterentwickelt. Dazwischen lag und liegt der Austausch mit Müllern (diese legen mit ihrem Getreide die Basis für wirklich gutes Brot) wie der Biomühle Eiling, der Mühle Wagner in Sommerau oder der Hofbräuhaus Kunstmühle des Saarländers Jakob Blum in München. Mir ist es ein echtes Anliegen, dem Kulturgut Brot auch in zukünftig eine Lobby zu geben und neue Verbündete zu gewinnen. Deshalb habe ich mir auch den mobilen Backofen zugelegt, der unabhängig von einem festen Standort Lust auf Brot und andere Backwaren macht.